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Tauchen in Ägypten 2017-01-23T11:25:05+00:00

Ägypten – das Land am Nil

Auf diesen Seiten findest Du Tauchplatzbeschreibungen zu verschiedenen Tauchplätzen und Gebieten im Roten Meer! Viel Spaß!

Ägypten – Das Land am Nil

Ägypten ist mit einer Gesamtfläche von rund 1 Mio. Quadratkilometern knapp dreimal so groß wie die Bundesrepublik Deutschland. Mit ca. 60 qkm gehört der Sinai bereits zu Asien. Die meisten Ägypter leben entlang dem Nil – mit 6671 km längster Strom der Erde. 95 % von Ägypten sind Sandwüste. Die restlichen 5% erstrecken sich entlang des Nils, vom Nasser-Stausee an der Grenze des Sudan bis zum Nildelta an der Mittelmeerküste bei Alexandria. Flagge ÄgyptenDer größte Teil der offiziell gemeldeten 65 Mio Ägypter bevölkert die fruchtbare Nilregion. Die Landessprache ist Ägyptisch-Arabisch (armeya). Ägypten ist in 26 Provinzen aufgeteilt. Die geographischen Regionen sind Oberägypten, Zentral-Ägypten, nördliches Oberägypten, Großraum Kairo, Kanal-Zone, Delta, Mittelmeerküste mit Alexandria und Marsa Matrouh, die Halbinsel Sinai. Die Landesflagge ist Rot- Weiß-Schwarz mit goldenem Adler.

Lebensader Ägyptens ist der Nil. Jeder Quadratmeter Boden seines Tals und seines Deltas wird landwirtschaftlich genutzt: Baumwolle, Weizen, Hirse, Zuckerrohr, Reis, Gemüse, Ölfrüchte und Obst sind die wichtigsten Produkte. Die Regulierung des Nils durch den Assuan-Staudamm ermöglicht bis zu vier Ernten pro Jahr, hat aber auch eine Reihe von öko- logischen Problemen mit sich gebracht.

redseaDas Rote Meer

Von Europa aus gesehen ist das Rote Meer das nächstgelegene tropische Gewässer, und deshalb ist es das ideale Reiseziel für Taucher aus aller Welt. Aufgrund bestimmter Eigenheiten, die sonst wo nicht gefunden werden, ist das Rote Meer einmalig.
Es ist ein Meeresbecken (Mittelmeer), dass nach Norden hin durch die Straße von Suez und den Golf von Aqaba und nach Süden hin durch die Straße von Bab el Mandeb abgeschlossen wird.

Durch letztere wird zwar Wasser zugeführt, jedoch können sich wegen der geringen Tiefe dieser Schwelle (etwa 100 Meter) die Strömungssysteme des Indischen Ozeans nicht auf das Rote Meer auswirken. Vom Ökosystem her ist das Rote Meer dem Indopazifik zugehörig, es unterscheidet sich jedoch dadurch, dass 20 bis 30 % der Fischarten endemisch sind (das heißt nur dort heimisch).

Eine weitere Besonderheit des Roten Meeres ist die Vielfalt der Korallenriffe – bisher wurden über 400 verschiedene Arten von Korallen nachgewiesen. Dieses vergleichsweise kleine Meer ist 2.600 Kilometer lang und an seiner breitesten Stelle vor Äthiopien nur 400 Kilometer breit. Dabei weist es große Tiefen auf, in denen die Wassertemperaturen aufgrund von vulkanischen Aktivitäten im Meeresboden bis zu 30 Grad betragen können.

Bemerkenswert ist auch die Regelmäßigkeit der Strömung: Nordwärts im Winter und südwärts im Sommer. Gezeiten sind praktisch nicht vorhanden. Korallenriffe gehören zu den stabilsten Ökosystemen, soweit man bisher herausgefunden hat, weil sie die Fähigkeit haben, sich zu regenerieren, und weil zwischen den Korallen und den sonstigen Riffbewohnern ein ausgeklügeltes Gleichgewicht herrscht.

Der oberflächliche Betrachter mag daraus schließen, dass dieser Schatz für immer Bestand haben wird. Da aber die Nutzung des Roten Meeres durch den Menschen stark zugenommen hat, muss dieser seinen Teil zum Schutz dieser Umwelt beitragen. Wer einmal an der Straße von Suez steht, wird einen Eindruck bekommen von der endlosen Reihe großer Frachter, die das Rote Meer befahren.

Diese Schiffe, vor allem die vielen großen Öltanker, stellen eine permanente Umweltbedrohung dar. Jeder Ölschaden würde Lebensräume für Tausende von Lebewesen sowie diese selbst vernichten. Auch die Taucher selbst müssen ihren Teil dazu beitragen und Verantwortung dafür übernehmen, wenn sie das Meer lieben und für ihr Hobby nutzen.

Glücklicherweise hat auch die ägyptische Regierung die Auswirkungen des Tauch-Tourismus rechtzeitig erkannt und Naturschutzparks eingerichtet, bspw. am Ras Mohammad, dem südlichsten Punkt der Sinai-Halbinsel. Sie dienen dem Ziel, Gebiete von besonderer biologischer und ökolo- gischer Bedeutung vor Schäden zu bewahren und zu schützen.

Die Auswirkungen dieser Schutzgebiete waren sofort und nachhaltig zu verspüren, und deshalb gehören auch heute noch die Tauchplätze am Ras Mohammad, der Straße von Tiran oder auch das Carless Reef vor Hurghada zu den besten überhaupt – nicht nur im Roten Meer, sondern weltweit. Je weiter man in den Süden des Roten Meeres vordringt, desto weniger touristische Ein- richtungen trifft man an.

egyptianMenschen & Brauchtum

»Marhaba«, sagt der Ägypter, wenn er meint »Welcome to Egypt«. Staatsreligion ist der Islam, zu dem sich etwa 94 % der Bevölkerung bekennen. Dem koptischen Christentum gehören nach unabhängigen Schätzungen rund 6 % der Ägypter an. Eine unverzichtbare Institution Ägyptens sind die Kaffeehäuser, sozusagen der Wirt um die Ecke. Dort sitzen die Männer unter sich, trinken Tee mit Minze oder süßen arabischen Kaffee, rauchen Wasserpfeife mit Apfelgeschmack, spielen Tawla (Backgammon) und tun, was die Ägypter am liebsten tun: über Gott und die Welt reden, schimpfen – und lachen.

Und dann ist da noch die berühmteste ägyptische Eigenheit, genannt das ägyptische IBM, mit der sich der Reisende am besten schon vor der Ankunft anfreundet und westeuropäische Gedanken von Effizienz für die Dauer des Urlaubs vergißt.

Die Initialen stehen für „insha’allah“ (So Gott will), „bukra“ (morgen) und „malesh“ (Macht nichts, Entschuldigung!). „Insha’allah“ bedeutet, daß alles schiefgehen kann, wenn es Gottes Zustimmung nicht findet. Andersherum liegt der Grund für alles Scheitern damit immer außerhalb menschlicher Einflußnahme. „Bukra“ ist ein dehnbarer Begriff, der die Dimension von Ewigkeit annehmen kann: vielleicht morgen, übermorgen oder überübermorgen. „Malesh“ entspricht dem ägyptischen Gemüt, die Ruhe zu bewahren, da man ja doch nichts ändern kann. Vielleicht klappt es ja, insha’allah, bukra.

Alles ist nämlich, „mish mushkella“,

No Problem !

Im Jahr 1956 entdeckte Kapitän Jacques Cousteau mit seinen mythischen ozeanographischen Schiff Calypso auf der äußeren Seite des immensen, Sha’ab Ali genannten und auf der Höhe der Westküste von Sinai gelegenen Riffs, das Wrack der Thistlegorm.
Es handelt sich dabei um ein englisches Transportschiff, welches 1940 von der Werft Thomson & Sons gebaut worden war und am Beginn des zweiten Weltkrieges von einem deutschen, von Kreta kommenden Bombengeschwader versenkt wurde, während es vor Anker lag.
Die von Cape Town kommende Thistlegorm war mit für die in Nordafrika stationierten Truppen bestimmtem Material beladen (Munition, Handgranaten, Panzerminen, Lee Enfield MK III-Gewehre, BSA-Motorräder, Autos der Marke Morris, LKW’s der Marke Bedford, zwei MK II Bren Carrier-Leichtpanzer, zwei Eisenbahnwaggons, zwei Tankwagen, zwei Lokomotiven, Ersatzteile, Medikamente, Reifen, Gummistiefel) und wurde von zwei Bomben getroffen, woraufhin sie in aufrechter Position 30 Meter tief auf den ebenen, sandigen Grund sank.

thistlegormQuelle: Ulli Moesslang

Cousteau fand ein Schiff vor, welches trotz des infolge der Bombardierung ausgebrochenen Brandes praktisch genau wie seine Ladung vollkommen intakt war.
Er dokumentierte seine Entdeckung in einigen Szenen eines seiner erinnerungswürdigen Langfilme, wodurch eine breite Öffentlichkeit dieses außergewöhnliche Wrack kennenlernte, welches als das schönste und interessanteste des Roten Meeres gilt und eines der beliebtesten Ziele von Tauchern aus aller Welt darstellt.

Die Thistlegorm liegt 19,2 Meilen von Ras Mohammed und 31,2 Meilen von Naama Bay entfernt (ca. 4 Stunden Fahrzeit mit dem Boot).
Die Erkundung der Thistlegorm wird gewöhnlich in zwei Phasen durchgeführt, nachdem man das eigene Boot an den äußeren Vorrichtungen des Schiffes auf der Höhe des Hecks oder des Bugs festgetäut hat. Dabei handelt es sich oftmals um eine delikate Operation, die dem Tauchführer zu überlassen ist.
Tauchgang:
Der erste Tauchgang wird am Morgen durchgeführt und ist einer allgemeinen Besichtigung des Wracks, dessen Achse von Nordwesten nach Südosten ausgerichtet ist, vorbehalten.
Ausgangspunkt ist der tiefste Heckteil und vorzugsweise die Westseite, um das schwere Maschinengewehr und das Flakgeschütz, welche auf dem 25 Meter tief gelegenen Deck gut sichtbar sind, den von den deutschen Bomben verursachten breiten Riss auf der Höhe des vierten Frachtraums, welcher Munition, Bomben, die zwei MK II Bren Carrier-Panzer enthielt, und eine in 28 Metern Tiefe und 30 Meter vom Schiff entfernt gelegene Lokomotive sehen zu können.
Man taucht anschließend entlang der Brücke hoch, auf der häufig Gegenströmung in Richtung Südosten herrscht, und schwimmt auf den Bug zu, wo sich in 15 Metern Tiefe die perfekt erhaltene, große Ankerwinde, von den Seefahrern ‚Winch‘ genannt, befindet.
Während dieses Tauchgangs hat man nicht nur die Möglichkeit, die Struktur des Schiffes, sondern auch seine reiche Fauna zu bewundern, angefangen von großen Fledermausfischschwärmen (gen.Platax) bis zu den Barrakudas, von großen Zackenbarschen (gen.Chaetodon, Heniochus, Pomacanthus), von den Doktorfischen (gen.Acanthurus, Zebrasoma, Naso) bis zu den Krokodilsfischen (gen.Cociella) und von den Riesenhusaren bis zu den Soldatenfischen, die aus der Thistlegorm ein wahrhaft künstliches Riff machen.

...Der Nachmittagstauchgang ist hingegen der Erkundung der inneren Strukturen des Schiffes, der drei Laderäume und ihrer Fracht, vorbehalten.
Der erste, am Bug gelegene Frachtraum ist der interessanteste. Der tiefer gelegene Bereich enthält Medikamentenkisten, Lee Enfield MK III-Gewehre, Gummistiefel und Reifen, während sich im oberen Bereich BSA-Motorräder und einige Automobile der Marke Morris befinden.
Der zweite, im mittleren Teil des Schiffes gelegene Frachtraum, dessen Eingang von zwei Eisenbahnwaggons flankiert wird, ist wie der vorhergehende in zwei Bereiche unterteilt:
Im unteren befinden sich die LKW’s der Marke Bedford, während im oberen ebenfalls BSA-Motorräder und Automobile der Marke Morris untergebracht sind.
Unmittelbar achteraus vom zweiten Frachtraum befindet sich die teilweise abgedeckte Kommandobrücke, von welcher man zur Kapitänskajüte gelangt.
Taucht man in Richtung Heck weiter, erreicht man den dritten Frachtraum, in welchem man hauptsächlich Munitionskisten und Handgranaten vorfindet.
Darunter kann man das Schornsteinloch und achteraus den Riss des einstigen vierten Frachtraums mit den MK II Bren Carrier-Kettenfahrzeugen, welche bereits auf dem ersten Tauchgang erforscht wurden, sehen. Hiermit ist der zweite Tauchgang auf die Thistlegorm beendet, wenngleich auch zu ihrer vollständigen Erkundung wenigstens 10 Tauchgänge nötig wären.

Leider hat heute die Anzahl der Taucher, die tagtäglich die Thistlegorm erkunden, ein unerträgliches Ausmaß in Bezug auf die Erhaltung der Schiffsstruktur angenommen und die freigesetzten Luftblasen, die sich an den Metallwänden des Schiffes sammeln, verursachen eine schädliche und rasche Zersetzung und gefährden dadurch den Fortbestand des Wracks.
In Zukunft werden strenge Bestimmungen zur Regelung der Tauchgänge oder vielleicht sogar die Schließung des Tauchplatzes selbst zum Schutz dieses einmaligen geschichtlichen Zeugnisses notwendig sein.

Daten der Thistlegorm :

* Schiffstyp: Transportschiff
* Nationalität: englisch
* Baujahr: 1940
* Länge: 131 m
* Breite: 17,5 m
* Tonnage: 9.009 t
* Untergang: 5.-6. Oktober 1941
* Tiefe: 16-33 m

 

Ägypten / TauchenWie Brother Island ist Abu El Kizan das Resultat vulkanischer Aktivität der sich reibenden Kontinentalplatten. Folgt man der Kante der Kontinentalplatten von den Brothers südlich, stößt man eben auf Abu EL Kizan. Das bürgt bereits für Qualität und einen Leuchtturm. Weiterhin unterscheiden sich die Spots durch die Größe, die Riffplatte Abu El Kizans ist im Vergleich zu den Brothers riesig.

Geankert wird in der Regel über dem Südplateau vis a vis des Leuchtturms.

Die Struktur des Riffes ist die eines leicht verschobenen Eies. Grundsätzlich bietet dieses Riff alles, was der verwöhnte Taucher wünscht und für jeden Geschmack gibt es unvergessliche Tauchgänge. Wir können in vier Bereiche strukturieren, Südplateau, West, Ostseite u. Nordspitze. Jeder Bereich ist groß und interessant genug, mehrere Tage betaucht zu werden.

Die Nordspitze wird mit dem Zodiak angefahren. Der Zodiak-Ritt zur Nordspitze zieht sich lange und die Entfernung wird bewusst. Diesen Preis zahlt man gerne, weil das Riff durch seine schiere Größe noch sehr unberührt und ursprünglich erhalten ist.

An der Westseite des Riffes gibt es zwei Einbuchtungen. Genau diese Stelle ist nicht nur ein multifazettales Korallenriff, hier ist auch der Spot, an dem die berühmte Hammerhai-Schule auf ihrer Reise wendet. Die Schule pendelt vom dem Abu EL Kizan im Westen vorgelagerten Tiefenriff und der Nordspitze hin und her. Hier ist die Wahrscheinlichkeit am größten, auf die Schule oder Einzelgänger zu treffen. In den letzten Jahren hat sich die Schule gespalten, nur noch selten werden mehr als 20-25 Tiere in einer Schule gesichtet. Dennoch ist es imposant und unvergesslich, auf einen Teil der Schule zu treffen. Spätestens bei einer solchen Begegnung kann sich kein Taucher der Faszination und dem Zauber des Daedalus Riffs entziehen. Aber auch Hammerhaie haben ihren eigenen Kopf, völlig von der Jahreszeit unabhängig gibt es Wochen, in denen kein Tauchgang ohne Hammerhai-Sichtungen ist, Taucher völlig euphorisch am Sonnendeck sitzen und schwärmen, dann wieder gibt es Wochen, in denen der Taucher und Guide suchen und suchen und viel Blauwasser aber keine Hammerhaie sieht. Manchmal habe ich das Gefühl, dass die Hammerhaie dann nur 30 Meter von den Tauchern weg im Blauwasser stehen und sich ins Fäustchen lachen.

Das Südplateau fällt steil auf 20m ab und bildet ein sanft abfallendes Plateau mit vielen Ergs. Auf dem Plateau tummeln sich Zackenbarsche, Muränen, Napoleone und manchmal sind Fuchshaie anzutreffen. An den zahlreiche Weichkorallen tun sich Schildkröten gütlich. Je nach Jahreszeit sammeln sich unter den Safarischiffen Longimani und Seidenhaie. Die Westseite bietet neben der allgegenwärtigen Möglichkeit auf Großfisch eine großflächige Anemonenlandschaft und eine sehr große, uralte Koralle, die von 25m Tiefe bis zum Riffdach reicht. Die Ostseite zeichnet sich durch unberührte Korallenformationen aus.

Für Tech-Taucher mit der entsprechenden Qualifikation, der erforderlichen Ausrüstung und der nötigen Erfahrung gibt es auch noch ein Wrack am Abu Kizan zu entdecken – die „Zealot“. Der Frachtdampfer lief 1873 vom Stapel und sank angeblich 1876 in Daedalus. Dieses Wrack liegt aber weit unter der Tiefengrenze für Sporttaucher.

Quelle: www.omneia.de

 

elphinstoneDas Riff Elphinstone wird von den Ägyptern „Abu Hamra“ genannt. Abu Hamra bedeutet „Vater des roten Felsens“. Der Name bezieht sich auf eine rote Felsformation, die sich genau gegenüber von Elphinstone an Land befindet. Diese Felsformation wurde früher von Kapitänen als visuelle Referenz benutzt, um Elphinstone zu finden. In der heutigen Zeit benutzt kein ägyptischer Kaptän mehr diese Orientierungshilfe, denn alle Boote verfügen heute über GPS, und anderseits muss man sagen, dass fast immer einige Boote an Elphinstone zu finden sind. Elphinstone ist eines der Highlights im südlichen Roten Meer.

Die steil abfallenden Wände des Hauptriffs beeindrucken durch den farbenprächtigen Weichkorallenbewuchs. An der Ostseite des Hauptriffes, nahe dem Südplateau, auf 25 Meter in einem riesengroßen Gorgonienfächer, wohnt ein Langnasenbüschelbarsch.

Das Südplateau beginnt auf 18 Meter und endet auf 38 Meter Tiefe. Ein grosser Napoleon ist hier ortsansässig, mit etwas Glück hat man am Südplateau im Flachwasserbereich die Chance, Hochsee-Weißspitzenhaie, Longimani, zu sehen. Weit unter der Tiefengrenze für Sporttaucher, nur für Tec-Taucher interessant und betauchbar, befindet sich am südlichen Ende des Südplateaus der Sarkophag, auch als Torbogen bekannt. Da der Torbogen auf ca. 52 Meter beginnt und auf cira 62 Metern endet, sollte er nur mit der nötigen technischen Ausbildung und dem richtigen Luftgemisch betaucht werden.

Das Nordplateau beginnt auf 25 Meter Tiefe und setzt sich dann bis ca 53 Meter Tiefe fort. Mitunter kann die Strömungen am Nordplateau sehr stark sein und sich sehr schnell ändern. Das Nordplateau ist mit Weichkorallen wunderschön bewachsen. Stationär findet man dort sehr viele Rotzahn-Drückerfische. Trotz der straken Frequentierung des Tauchplatzes Elphinstone werden am Nordplateau immer wieder Hammerhaie oder Graue Riffhaie gesichtet. Wenn man vor der Riffwand im Norden steht, hat man durch die vielen Haremsfahnenbarsche das Gefühl, dass die Riffwand bebt.

Weniger bekannt als der Torbogen am am Südplateau, aber kein bisschen weniger spektakulär, ist der Durchbruch am Nordplateau. Kurz vor dem Erg sieht man auf ca. 50 Metern drei große Fächerkorallen, sie sind der Wegweiser. Danach geht es auf ca. 48 bis 53 Meter einmal durch das ganze Nordplateau. Auch dieser Durchbruch liegt weit unterhalb der Tiefengrenze für Sporttaucher und darf und sollte nur mit der nötigen technischen Ausbildung und dem richtigen Luftgemisch betaucht werden.

Quelle: www.omneia.de

 

blue-holeDer berühmteste und berüchtigste Tauchplatz Dahab’s ist das Blue Hole. Es ist der nördlichste Tauchplatz, den man mit Jeeps und Pickups anfahren kann.

Das Blue Hole ist ein großes, ovales und dunkelblaues Loch im Riffdach. Es hat einen Durchmesser von ca. 35m und fällt bis auf über 100m Tiefe ab. Die Außenwand des Blue Hole bietet einen wunderschönen Korallenbewuchs, ganz im Gegensatz zu der kaum bewachsenen Innenseite.

An dieser Stelle zieht sich der tiefe Graben direkt an der Uferlinie entlang. Die Steilwand ist atemberaubend. Man blickt in ein nicht enden wollendes tiefes Blau, und die Steilwand ist mit einer Vielzahl von Korallen bewachsen.

Dieser Platz bietet mindestens drei unterschiedliche Varianten, betaucht zu werden:

Bei einem Einstieg in das Blue Hole überquert man über einen Sattel in 6m Tiefe das Riffdach. Die Steilwand kann man nun linke oder rechte Schulter betauchen. Beide Seiten bieten den schönen Korallenbewuchs und das tiefe Blau.

Ein Stück weiter nördlich liegt der Einstieg Bells. Nach einer kurzen Kletterpartie an einem Felsblock vorbei, gelangt man zu einer Einkerbung am Ufer. Taucht man an dieser Stelle ab, so öffnet sich ein U-förmiger Schacht; auf einer Seite offen, fällt diese Kaskade bis auf eine Tiefe von 27m senkrecht ab. Der Abstieg ist ein atemberaubendes Erlebnis und kann zur Sucht führen.

Am Ende der Kaskade, die sich auf den letzten Metern zu einer Röhre schließt, sollte man darauf achten, dass das Tarierjacket ausreichend aufgeblasen ist, denn an dieser Stelle fällt die Steilwand auf eine nicht ergründbare Tiefe ab (ca. 800m). Der Steilwand folgt man rechte Schulter Richtung Süden. Die Überhänge und schönen Formationen lassen sich beim Verlassen der Tiefe genießen. Nach ca. 15 Minuten sollte man spätestens eine Tiefe von 12m erreicht haben. Denn nach spätesten 20 Minuten taucht der Sattel des Blue Hole auf, den man aus dieser Tiefe gut erkennen kann.

Der Sattel des Blue Hole liegt auf ca. 6m Tiefe und verzaubert durch seine Farbenpracht. Das Blue Hole hat zwei bis drei Ausstiege. Die Ausstiege haben charakteristische Auskerbungen und sind dadurch nicht zu verfehlen, die dritte Möglichkeit ist der Schwimmsteg.

Quelle: www.omneia.de

 

150 Kilometer südöstlich von Hurghada, mitten im Roten Meer, liegen die Brother Islands. Das Meer rund um die beiden Inseln fällt steil bis auf Tiefen von über 1000 Metern ab. Die exponierte Lage mit ihren Strömungen macht die Riffe zur Heimat abertausender Fische. Von kleinen Riffbarschen bis hin zu großen Haien ist vor den Brother Islands fast alles vertreten.

Big Brother

ist leicht an seinem Leuchtturm zu erkennen, der 1883 von der englischen Marine erbaut wurde. Die schmale Riffkante geht nahezu unvermittelt in eine senkrechte Steilwand über, die auf über 1000 Meter abfällt. An der Nordwestspitze findet man auf 7 bis 85 Meter das am prachtvollsten mit Weichkorallen bewachsene Wrack des Roten Meeres: die Numidia. Das englische Handelsschiff ist 1901 gesunken und leicht durch zwei große Eisenbahnräder neben dem Bug – auf etwa 10 Meter – zu erkennen. An dieser Stelle besteht außerdem die Möglichkeit Hammerhaie zu beobachten. An der Nordwestseite liegt – unweit der Numidia – das zweite Wrack von Big Brother: die Aida. Der ehemalige Truppentransporter sank während eines Sturms im Jahre 1957 und am Riff in zwei Teile gebrochen. Der größte Teil des Schiffes liegt auf 30 bis 60 Meter und ist teilweise sehr gut erhalten, aber nur spärlich mit Weichkorallen bewachsen.

Den großen Bruder dominiert der 1883 erbaute und noch heute betriebene Leuchtturm und der Anleger. Ansonsten tut sich auf einer ungefähren Fläche von drei Fußballfeldern neben dem Korallensand nicht viel. Die dunklen, vom Meer geschliffenen Flächen, die sich am Rand der Insel zeigen, geben einen Blick auf das Vulkangestein preis.
Meist ankert das Schiff an der Westseite bis zur Südspitze des Plateaus. (Eigentlich richtet der große Bruder sich nicht in der klassischen Nord-Süd-Achse der Riffe des Roten Meeres aus, wir behalten zur einfachen Orientierung aber die Nomenklatur bei.) Traditionell werden die Westseite und das Plateau betaucht. Die Ostseite wird selten betaucht, dies erklärt sich nur aus der Tradition der Tauchgangsplanung, weniger aus der Schönheit des Platzes. Eine herbe Riffstruktur, fast alle Steinkorallenarten, Gorgonien und viel Schwarmfisch macht auch die Ostseite lohnenswert.

Das Südplateau des großen Bruder beherbergt mehrere wundervoll bewachsene Erks, hier kommen Fotografen auf ihre Kosten. Zwischen den Erks zieht sich zum Westen ein Canyon hin, in dem sich eine Haiputzerstation befindet. Hier sammeln sich mit etwas Glück Fuchshaie und Mantas.

Die Westseite ist nicht ein einfaches, sondern ein dreifaches Highlight. Hier bieten sich grundsätzlich drei Tauchgänge an. Die Westseite ist wunderschön mit Weichkorallen und Schwarzen Korallen bewachsen. Vielfach ist die Steilwand zerklüftet und die Wand bildet Grotten, Höhlen und sanfte Buchten aus. Im Blauwasser zieht Großfisch vorbei, ein Blick ins Blau lohnt immer. In einer der Buchten steht ganzjährig ein Schwarm von silbrig glänzenden Hängebeilbauchfischen, die immer wieder von Papageienfischen geärgert werden. Ein wunderbares Schauspiel und eines auf dem Präsentierteller für den Fotografen.
Zwei der berühmtesten und lohnenswertesten Wracks nicht nur des Roten Meeres haben ihre letzte Ruhestätte an der Westseite des großen Bruders gefunden: die Numidia und die Aida. Die Numidia liegt ziemlich nah an der Nordspitze, gerade noch nicht im Schatten der sich teilenden Strömung. Je nach Strömungslage kann ein Tauchgang an der Numidia sehr anspruchsvoll sein. Die Numidia diente als Frachtdampfer von 150m Länge und 18m Breite und fand im Jahr 1901 an dieser Stelle ihre Ruhestätte. Der Korallenbewuchs ist einmalig schön. Bereits vom Riffdach mit den Eisenbahnrädern spielen Farben mit diffusem Licht und vermitteln eine erhabene Stimmung. Alle Räume sind gut erreichbar, das Wrack ist mal durchflutet von Licht mal erahnt man das Licht nur. Das Wrack liegt in ca. 80m auf dem kurzen Saum auf, wie gesagt, am Saum taucht man zu tief. Die Masten ragen noch heute ins Blaue. In Höhe der Mastspitze lassen sich morgens, bei guten Bedingungen, die im Blauwasser vorbeiziehenden Haie beobachten. Ein Tauchgang an der Numidia ist immer zu kurz, denn in jedem Fall muss man zum Ende des Tauchgangs noch um die Nordspitze zur Westseite zurück, um aus dem Brandungsbereich zu kommen und sicher das Zodiac oder das Safarischiff zu erreichen.
Vor der Nordspitze, gut zu erreichen an der Westwand, fand die Aida 1957 ihren Meister im großen Bruder. Von den 82m Länge ist ein guter Teil des Bugs durch Aufprall und die Elemente geborsten. Das eigentliche Wrack beginnt hier erst in einer Tiefe von ca. 30m und endet bei 65m. Auch hier ist der Bewuchs einzigartig. Das Wrack ist einfach zu betauchen und bietet eine Vielzahl von Motiven für den passionierten Fotografen. Limitiert durch die Tiefe ist auch jeder Tauchgang an der Aida anspruchsvoll.

Little Brother

littlebrotherDurch den auffallend durchgängigen und üppigen Bewuchs an Weichkorallen, den großen Gorgonienfeldern, den riesigen Fischschwärmen und der sehr guten Chancen auf Haibegegnungen (Hammerhaie, Seidenhaie, Fuchshaie, Weißspitzenhochseehaie), ist der kleine “Bruder“ nur größenmäßig unterlegen. Wegen der häufig auftretenden Strömung aus nördlicher Richtung, werden entlang der Ost- und Westseite des Riffs hervorragende Drifttauchgänge möglich. Zudem kommt es an der Südspitze häufiger zu Sichtungen von Mantas und Mondfischen

Beim Kleinen Bruder ankern die Boote über dem Südplateau oder an der Westseite.

Erfahrene Taucher können den Kleinen bei guten Bedingungen umrunden, allerdings können sie dann keines der Highlights dieses Platzes wirklich würdigen. Die Ostseite ist mit Hartkorallen bewachsen und berühmt für ihre ausufernden Gorgonenfelder mit oftmals über-Taucher großen Spannweiten. In diesen Fächerkorallen leben einige LangNasenBüschelBarsche.

Von der Nordspitze bis zum Südplateau fällt die Wand der Ostseite steil ab, wer den kleinen Saum findet, taucht eindeutig zu tief. Großfisch patrouilliert immer im Blauwasser, oft begleiten Graue Riffhaie den Taucher auf dem Weg von Norden bis zu den Gorgonien. Hier trifft man gelegentlich Hammerhaie und Fuchshaie.

Die Steilwand der Westseite ist zerklüftet, von kleinen Grotten durchzogen und mit Überhängen geschmückt. Hier dominiert die Farbenpracht von Weichkorallen, rote und schwarze Korallen bieten unzähligen Fahnenbarschen Schutz. Diese Seite wirkt unwirklich und lädt dazu ein, den Makrokosmos der Korallenfauna zu entdecken. Nicht nur Hai-Liebhaber, auch Nacktschnecken-Fetischisten kommen gerade auf der Westseite des kleinen Bruders auf ihre Kosten.

Zwei kleine Korallennasen/Plateaus in ca. 25m und 40m Tiefe machen das Nordplateau aus. Diese Nasen dienen Haien und Mantas als Putzerstation und die hier sehr regelmäßigen Haibegegnungen machen sicher einen Teil des Mythos der Brothers aus. Mitunter herrschen hier aber sehr starke, sich blitzschnell ändernde Strömungen.

Am Ankerplatz der Boote im Süden fällt das Riff steil bis 40m ab und geht dann in schnell abfallenden Sandgrund über. Fuchshaie und Graue Riffhaie patrouillieren hier sehr oft. Im höheren Riffbereich steht sehr standorttreu eine Schule von Scharz-Weiß-Schnappern. Außerdem gibt es noch eine Putzerstation im Flachwasserbereich, die sehr häufig von einem alten Barrakuda besucht wird.

 

Die Tauchplatzbeschreibungen stammen aus dem
Sharm-el-Sheikh Diving Guide
– mit freundlicher Genehmigung des Autors Alberto Siliotti.

Ras Mohammed

Südlich von Sharm el-Sheik ist die Küste vollkommen desertifiziert und für über eine Meile bis zur kleinen Bucht von Marsa Ghazlani, wo der Nationalpark von Ras Mohammed beginnt, ohne jeglichen Unterschlupf.
Es folgt eine weitere Bucht namens Marsa Bareika, die wesentlich breiter und tiefer ist und 2,8 Meilen weit in das Festland hineinragt, wobei sie die Halbinsel von Ras Mohammed, südlichster Punkt des Sinai, begrenzt, die sich 5 Meilen weit gegen Südwesten ins Meer erstreckt und den Golf von Aqaba vom Golf von Suez trennt.

Die östliche Küste der Halbinsel besteht aus einem hohen, fossilen Korallenriff, das für wenige Dutzend Meter vom einzigen zugänglichen Strand des Ortes, genannt Aqaba Beach, unterbrochen wird und in der Landspitze von Ras Mohammed endet, was auf Arabisch Kap des Mohammed bedeutet, zumal sein Profil an das bärtige von Mohammed erinnere.
Die felsigen Ausläufer sind ca. 50 Meter hoch und auf ihren Gipfeln gibt es einen Aussichtspunkt namens Shark Observatory.
Auf der südlichen Seite der Halbinsel befinden sich die drei Strände Shark Observatory Beach, Main Beach, Yolanda Beach, die seichte Sandbucht Hidden Bay oder versteckte Bucht, deren Mündung vollkommen von einem ausgedehnten Madreporenriff versperrt ist, und Mangrove Island, ein Inselchen mit einem kleinen Leuchtturm, welches durch den mit zahlreichen Mangroven (Avicenia marina) bewachsenen Mangrove Channel völlig von der Halbinsel getrennt ist.
Die Westseite der Halbinsel ist niedrig und sandig und ihre einzige Besonderheit besteht in einem gut geschützten Ankerplatz, der sich auf der Höhe einer halbgesunkenen, alten Mole, genannt Quay, befindet.

Aufgrund ihrer geographischen Lage stellt die Halbinsel von Ras Mohammed eine privilegierte Zone dar, die sich durch große Bewegungen von Wassermassen, die bemerkenswerte Mengen von Plankton und nahrhaften Elementen transportieren, welche wiederum eine außergewöhnliche Entwicklung sowohl von Hart- als auch Weichkorallen und der Meeresfauna, sowohl der Riff- als auch der pelagischen Fauna, gestatten, von anderen unterscheidet. Angezogen von der Fülle an Nahrung sind, in der Tat, Barrakudas, Makrelen, Thunfische und Haie Stammgäste dieser Gewässer, die den Tauchern die Möglichkeit besonders interessanter Tauchgänge vor allem von Juni bis August bieten.

Die klassischen Tauchgänge beginnen nahe des südlichen Kaps von Marsa Bareika, bekannt als Ras Za’atar, und setzen sich entlang der Ostküste in Jackfish Alley, Eel Garden und Shark Observatory, auch Ras Mohammed Wall genannt, und an der südlichen Grenze der Halbinsel in Anemone City, Shark Reef und Yolanda Reef fort.

Strasse von Tiran

Die Straße von Tiran liegt am südlichen Ende des Golfes von Aqaba und wird im Westen von der Küste des Sinai und im Osten von der Insel von Tiran begrenzt.
Im Zentrum dieses Kanals befinden sich vier von Nordosten nach Südwesten verlaufende Korallenriffe, die nach den Namen der englischen Geographen, welche im 19.Jh. die erste Seekarte der Region zeichneten, benannt sind: Jackson Reef, Woodhouse Reef, Thomas Reef und Gordon Reef.

Die Riffe teilen die Straße in zwei Kanäle:
Im Osten befindet sich die sogenannte Grafton Passage, welche ausschließlich von Schiffen in Richtung Norden benützt wird, während im Westen die Enterprise Passage liegt, die von in Richtung Süden passierenden Schiffen befahren wird.
Östlich der Insel von Tiran und der nahen Insel von Sanafir, welche sich beide im Besitz Saudi Arabiens befindet, aber von Ägypten verwaltet werden, lassen die seichten Gründe keine Schifffahrt zu.

Auf der Höhe der Straße von Tiran verengt sich der Golf von Aqaba von einer durchschnittlichen Breite von 10-12 Meilen auf bis zu 2,4 Meilen, während der Meeresgrund von einer Tiefe von 1.270 Metern auf 71 Meter in der Grafton Passage und auf 250 Meter in der Enterprise Passage ansteigt.

Diese besondere Konfirmation der Straße vermindert einerseits den Austausch der tiefen Wasser des Golfes von Aqaba mit dem Rest des Roten Meeres und verursacht somit einen Anstieg des Salzgehaltes und der Temperatur, andererseits bewirkt sie eine Erhöhung der Geschwindigkeit der Gezeitenströme und der mittleren Größe der Wellen, welche von Winden aufgepeitscht werden, die von den hohen Bergen des Sinai und Arabiens gesteuert und deshalb ebenfalls seinem Phänomen der Beschleunigung ausgesetzt sind.

Die besondere topographische Anordnung dieser Riffe und die Präsenz von vorherrschenden Nordwinden, deren größte Intensität am Morgen zu verzeichnen ist, die am Nachmittag abnimmt, bewirken, dass ihre westlichen und nördlichen Hänge (oder Außenseite) den Wellen wesentlich stärker ausgesetzt sind als die östlichen und südlichen, die sich im “Innern“ befinden und geschützt sind.

Die für die Straße von Tiran charakteristischen starken Strömungen befördern täglich große Mengen an Plankton und nahrhaften Elementen und liefern genügend Nahrung für die Korallen und somit auch für die Rifffische, die ihrerseits wieder Nahrung für die pelagischen Raubfische wie Barrakudas, Makrelen, Thunfische und vor allem für die in dieser Zone immer vorhandenen Haie darstellen.

Taucher in den Gewässern von Tiran können also sicher sein, nicht nur unzählige Korallenformen, sondern auch eine reiche Riff- und pelagische Fauna bewundern zu können. Dennoch ist immer auf die Winde, die Gezeiten und die von ihnen verursachten Strömungen zu achten, welche für die Wahl des Tauchgangs bzw. der Route ausschlaggebend sind.

Strasse von Gubal

Die Straße von Gubal wird im Westen von der ägyptischen Küste und im Osten von der Halbinsel Sinai begrenzt und stellt die Verbindung zwischen dem Golf von Suez und dem Roten Meer dar. Die Tiefe des Golfes von Suez ist aufgrund seines unterschiedlichen geologischen Ursprungs wesentlich geringer als die des Golfes von Aqaba und beträgt um die 80 Meter. Der Kanal, der die Durchfahrt der Schiffe in der Straße von Gubal ermöglicht, ist um einiges größer als der von Tiran und wird im Nordosten von zwei bis zur Wasseroberfläche reichenden Klippen, genannt Beacon Rock und Shag Rock, begrenzt, die beide durch einen Leuchtturm gekennzeichnet sind und auf welchen die Wracks der Dunravan und der Sara H. liegen.

Im Südwesten ist der Kanal vom südlichsten Punkt der Insel von Shadwan ( auf den englischen Karten auch als Shaker Island eingezeichnet), welche ebenfalls über einen Leuchtturm verfügt, der 15,2 Meilen von dem von Beacon Rock entfernt ist, begrenzt.
Der südöstliche Abschnitt der Straße ist von zwei imposanten, teilweise sichtbaren Madreporenstöcken gekennzeichnet, die auf arabisch sha’ab genannt werden und ein Korallenriff bilden, in dessen Innerem sich Lagunen mit sandig-seichten Grund erstrecken.
Auf der Höhe der westlichen Seite der Halbinsel von Ras Mohammed befindet sich Sha’ab Mahmud, ca. 6 Meilen lang und 2,7 Meilen breit und im Norden und im Süden von zwei kleineren sha’ab, dem Sha’ab Surur und dem Sha’ab el-Utat, begrenzt. Sha’ab Mahmud besteht aus einem Madreporenriff, welches von Nordwesten nach Südosten verläuft, auf der westlichen Seite von zwei Kanälen, dem Small Crack und dem Big Crack, unterbrochen wird und auf der südlichen Seite vollkommen offen ist.

Marsa Alam

Auf dieser Seite möchte ich einige Tauchplätze rund um den Ort Marsa Alam vorstellen.
Die Tauchplatzbeschreibungen veröffentliche ich hier mit freundlicher Genehmigung von www.beachsafari.de

Abu Dabbab

IMG_5923_14liegt ca. 40 km nördlich von Marsa Alam. Dieses Riff bietet eine Vielzahl von Tauchplätzen und ist besonders gut für Anfänger geeignet.

Man unterscheidet die einzelnen Riffe in Nord, Süd und West. Abu Dabbab hat einen Nachtankerplatz an dem häufig Safariboote Übernachten und dort Nachttauchgänge machen. Diesen Tauchplatz erreicht man nur mit einem Safari- boot oder mit einem Zodiac vom Strand aus. Der Strand ist eine sehr weit gestreckte Bucht in der auch einige kleine Fischerboote ankern.

Den schönsten Tauchplatz gibt im Süden von Abu Dabbab. Das Riff ist Herzförmig und hat zwei vorgelagerte Ergs. Das Boot sollte im Süden des Riffes Ankern. Den Tauchgang könnt Ihr dann vom Boot aus Richtung Riff beginnen. Taucht dann vor dem Riff in östlicher Richtung halb um das Riff. Taucht nicht ganz um das Riff den die westliche Seite ist nicht so schön wie die östliche Seite. Auf dem Rückweg seht Ihr dann links von Euch einen der zwei Ergs den Ihr auch mal näher betrachten sollte, es lohnt sich. Die Tauchtiefe an dem Tauchplatz ist maximal 20 m. Ihr sollte bei Eurem Tauchgang auch die vielen Korallenblöcken im Auge behalten, dort wurden von mir schon schlafende Haie beobachtet und natürlich gut getarnte Steinfische. Bei den Steinfischen, aber Aufpassen, denn Ihr wisst, die sind sehr giftig und Marsa Alam ist weit. Die meisten Gegengifte sind dort im örtlichen Krankenhaus zwar verfügbar, aber das könnte trotzdem zu spät sein.

Daedalus Reef

IMG_5923_7Das Daedalus – Reef liegt ca. 50 – 60 Seemeilen von der ägyptischen Küste entfernt im Roten Meer. Die Bootstour dort hin dauert etwa 6 Stunden, ziemlich lange wie ich finde, aber der lange Weg lohnt sich, da dort auch schon Walhaie gesichtet worden sind.

Der Tauchgang selber sollte an der Nordspitze der Insel beginnen, am besten lasst Ihr Euch mit dem Dinky, vom Ankerplatz im Süden der Insel zum Tauchplatz fahren. Rund um das Daedalus – Reef fällt das Reef bis auf eine Tiefe von 25 – 50 m ab. Die Tauchrute sollte dann von Norden aus, an der westlichen Seite des Riffs bis zum Ankerplatz im Süden gewählt werden. Der Norden und Nord – Westen der Insel ist am schönsten zu betauchen und dort solltet Ihr die längste Zeit Eures Tauchganges verbringen. Dort sind auch meistens Hammerhaie an zutreffen die sich meist in einer Tiefe von ca. 35 m und tiefer, aufhalten. Da, das Daedalus – Reef sich weit von der ägyptischen Küste befindet, ist dort die Strömung meist sehr stark und verläuft, so wie meistens im Roten Meer von Norden nach Süden.

Auf dem Daedalus – Reef befindet sich ein Leuchtturm der noch voll im Einsatz ist, da die Insel mitten in der Schifffahrtsroute liegt. Südlich gelegen sind auch die Anlegeplätze für die Versorgungsschiffe. Dort Ankern dann auch die Safarischiffe und befestigen Ihre Schiffe an Seilen, die am Boden befestigt sind und die Laufstege halten die bis zum Leuchtturm führen.

Elphinstone

Das Elphinstone Reef liegt ca. 2 – 2,5 Bootsstunden nördlich von Marsa Alam. Der Tauchplatz, Elphinstone Reef bietet dem Taucher fast alles was das Herz begehrt, wie z.B. Hammerhaie, Hochseehaie, Barrakudas und sehr viel mehr.

Am Elphinstone Reef kann man meist nur Strömungstauchgänge machen und es wird empfohlen schon einige Taucherfahrung zu haben. In den meisten Fällen ist es so, das die Tauchboote im Süden des Riffes Ankern und die Taucher, mit dem Zodiac an die Nordspitze gebracht werden. Nun hat man die Möglichkeit die östliche oder die westliche Rute zunehmen. Ich würde Euch die östliche, die zum offenen Meer weisende Rute empfehlen. Dort ist meistens mehr los, als an der westlichen Seite.

Wen Ihr den Tauchgang an der Nordspitze beginnt, solltet Ihr Euch auf ca. 20 m Tiefe begeben und Euch dann von der Strömung an die Südspitze treiben zu lassen. Habt aber immer ein Auge auf das offene Meer und schaut auch schon mal über Euch, den meistens werden dort Hochseehaie gesichtet. Ansonsten ist der Korallenbewuchs an der Ostseite auch sehr schön. (Der Rest natürlich auch)

Jetzt einen kleinen Tipp für sehr erfahrene Taucher. Die Hammerhaie werden Ihr bei dem oben beschriebenen Tauchgang sicherlich nicht sehen, da müsst Ihr schon einwenig Tiefer runter und zwar auf mindestens 50m. Also bitte vorsichtig, Deko und So. Wie oben beschrieben geht Ihr an der Nordspitze des Elphinstone Reef ins Wasser, dort taucht Ihr sofort auf 50m Tiefe ab, das erfolgt in drei Etappen als erstes auf ein Plateau auf ca. 20m Tiefe dann weiter auf ein Plateau das auf 35m Tiefe liegt, dann lustig weiter über eine schmale Senke wenn Ihr auf ca. 40m angekommen seit schwimmt über die kleine Senke bis zum Plateau auf 40m Tiefe. Schaut Euch gut um dort ist meistens was los. So, wenn Ihr nun das Plateau überschwommen habt geht dann auf 50 – 55 m dort sind in der Regel immer Hammerhaie anzutreffen. Achtet auf Eure Luft und Zeit, 50 m ist Tief! Sollte Ihr dort keine Hammerhai sehen, aber schwarzspitzen Haie könnt Ihr (oder nicht) die Hammerhaie anlocken. Wie ?? Zeige ich Euch lieber Vorort, SORRY. Die Tiefe am Elphinstone Reef beträgt max. 110m, hab ich aber selber nicht nach gemessen.

Rocky Island

Die kleine Insel Rocky Island liegt ca. drei Seemeilen südöstlich von Zabargad. Der Tauchplatz Rocky Südost bietet eine 99 % ige HAI – GARANTIE. Die Safariboote ankern meist im Süden der Insel und dort im Osten oder im Westen das ist der Wind und Strömungsgeschützte Bereich. Solltet Ihr den östlichen Ankerplatz wählen seht Ihr schon durch das sehr klare Wasser die Haie. Die Haie drehen dort ihre Runden und das ist schon vom Schiff aus wunderbar anzuschauen. Die Insel bietet Safaribooten keinen Nachtankerplatz, dann wird immer Zabargad angefahren und dort übernachtet. Den Tauchgang könnt Ihr, bei nicht zu starker Strömung direkt vom Boot aus Starten eine Umrundung der Insel ist bei einem geringen Luftverbrauch durchaus möglich, natürlich nicht auf 30 m Tiefe, aber das ist auch nicht notwendig da Ihr die Haie auch auf 20 m antreffen werdet. Nicht nur die Haie sind hier der absolute Höhepunkt sondern auch das zusammen Treffen mit einem Walhai ist hier sehr groß. Man (Frau) braucht schon ein bisschen Glück, diese Flaggschiffe des Meeres zu Gesicht zu bekommen, aber ja in Sha Allha.

Zabargad

Die kleine Insel Zabargad liegt ca. 60 Seemeilen von der ägyptischen Küste entfernt im Roten Meer. Der ägyptische Name der Insel ist Geziret Zabargad. Die Insel ist ca. 4 km2 und von ca. 600 m tiefem Wasser umgeben, was dann auch bedeutet das es dort häufig zu Großfisch – Sichtungen kommt. Da ist dann auch schon mal mit viel Glück ein Walhai, oder Manta dabei. Die Insel hat eine drei eckige Form, mit der Spitze Richtung Norden und die breite Stelle der Insel liegt im Süden, so das man dort auch Nachtankerplätze für Safarischiffe hat. An dieser Insel kann man viele Tauchgänge machen und sieht immer wieder etwas anderes, ich persönlich würde dort gerne einmal 14 Tage Urlaub machen, was aber nicht möglich ist, den die Insel ist absolutes Sperrgebiet, also betreten verboten. (leider)

Tauchplätze gibt es rund um die Insel Zabargad zum Beispiel liegen dort zwei Wracks das eine im Norden in der Nähe der Landungsbrücke und das andere im Westen auf einer Tiefe von ca. 30 m, von diesem Wrack ist aber nicht mehr viel übrig was man Besichtigen könnte. Die Insel wird aber nicht wegen den Wracks angefahren sondern wegen der Haisichtungen, die hier eigentlich garantieren werden können. Unter anderem gibt es hier Hochseehaie und andere Haiarten.

Text mit freundlicher Genehmigung von www.beachsafari.de