Tauchplätze 2011-09-25T11:09:48+00:00

[vc_row][vc_column][vc_column_text]Hier findet ihr die Tauchplatzbeschreibungen der Tauchplätze welche wir reglemässig betauchen!

Diese Seite ist von Tauchern für Taucher!

Wir stellen hier Tauchplätze vor – “alte Bekannte” und “neu Erkundete”. Solltest ihr uns bei dem Ausbau der Tauchplatzbeschreibungen, Unterwasserkarten, Tauchgangsbeschreibungen usw. unterstützen wollen könnt Ihr uns eure Tauchplatzbeschreibungen (möglichst mit Bildern) an folgende Emailadressen zukommen lassen:

 

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Wasserskisee Paderborn

Unser nächstgelegener Ausbildungssee ist der Wasserskisee Paderborn.

Gerade für die Anfängerausbildung ist der See sehr gut geeignet, der See ist nicht tief (8-12m) und der Ein- und Ausstieg sind problemlos aufgrund der guten Infrastruktur zu bewältigen. Unter Wasser gibt es neben einer kleinen Übungsplattform und eines kleinen “Wracks” auch noch das ein oder andere zu entdecken. Weiterer Vorteil ist die Nähe zu Paderborn. Es gibt für uns keine lange Anfahrt wie etwa zum Möhnesee, Edersee, Messinghausen oder zum Kreidesee nach Hemmoor.

So sind auch spontane Tauchgänge, oder Tauchgänge nach Feierabend problemlos machbar.

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Edersee/Hessen

Der Edersee ist eine Bundeswasserstraße und wird nach der Talsperrenverordnung genutzt. Danach hat er zwei ausgewiesene Tauchzonen in denen ausschließlich das Tauchen gestattet ist. Diese Zonen sind durch gelbe Bojen gekennzeichnet und für die Schifffahrt gesperrt. Somit ist ein gefahrloses Ab- und Auftauchen gewährleistet. Taucher haben hier das Recht das Angeln während des Tauchbetriebes zu untersagen. Das Tauchen ist zu jeder Tages- und Nachtzeit ohne Anmeldung erlaubt. Damit der Edersee auch in Zukunft ein frei zugängliches Gewässer bleibt, taucht bitte nur in den ausgewiesenen Tauchzonen. Wer außerhalb taucht, begeht eine Ordnungswidrigkeit, die von der Wasserschutzpolizei geahndet werden kann. Der See liegt im Landschaftsschutzgebiet. Damit ist das Betreiben von Kompressoren nur mit behördlicher Genehmigung erlaubt.

Tauchgebiet Berich (Tauchzone 1)

Die Bericher Bucht hat zwei Einstiegsmöglichkeiten. Einmal am Denkmal des Ortes Berich und an der Eiche. An beiden Stellen gibt es Parkplätze, die allerdings relativ klein sind. Die Orientierung hin zu den Höhepunkten dieser Tauchzone ist für Ortsfremde schwierig. Selbst mancher erfahrene Taucher hat hier schon eine Überraschung erlebt.

Einstieg Denkmal:
ca. 1,5 km von der Tauchbasis Edersee entfernt Das Denkmal ist auf der linken Straßenseite von der Basis her kommend ein kleiner Steinturm, der Parkplatz kommt gleich nach der Kurve rechts. Der Einstieg am Denkmal ist unterhalb des Steinturmes. Es führt ein Trampelpfad von der Straße zum See. Der Tauchplatz besteht aus einem flachen Plateau, das an der Hangseite von ca. 5 m und zur Seeseite bis auf 15 m abfällt. Im Uferbereich halten sich häufig Rotfederschwärme und kleine Hechte auf. Taucht man über das Plateau in Richtung Osten, findet man am Grund Überreste des alten Dorfes Berich. Man findet alte Strassen, Grundmauern, Tröge, Schriftplatten und am Ende des Plateaus eine etwa 8 – 10 m lange Klostermauer. Auf dem Plateau trifft man häufig auf mittelgroße Hechte und Zander. Links um die Nase der Bucht herum kommt man zu einer kleinen felsigen Steilwand, die bei ca 20 m in eine Böschung übergeht.

Einstieg Eiche:
ca. 2 km von der Basis enternt Fährt man etwas weiter, so kommt man über ein kleines Seitental (Bärental) auf den Parkplatz an der Eiche. Von hier aus kann man die Klostermauer gut antauchen. Den genauen Kurs am besten an der Basis erfragen. Die sicher vielen bekannte Brücke liegt in einer Tiefe von bis zu 33 m. A B E R!!! Die Brücke liegt außerhalb der Tauchzone!

Mögliche Tauchrouten in Tauchzone 1

1. Vom Denkmal zur Klostermauer

Auf das Plateau abtauchen, dann in südlicher Richtung bis zur Abbruchkante tauchen. An der Abbruchkante Richtung Westen ca. 20 min auf ca. 12m Tauchen (bei Vollstau). Dann ist die Klostermauer erreicht. Von der Klostermauer nach Norden ca. 2 Minuten Tauchen, dann erreicht man den Trümmerhaufen der Klosterkirche. Dann in Richtung Osten ca. 20 Min tauchen, dann wird die Einstiegstelle wieder erreicht.

2. Von der Eiche zur Klostermauer

An der Eiche mit Richtung Südosten abtauchen und auf 12m (bei Vollstau) abtauchen, und in dieser Tiefe ca. 10 Minuten tauchen, dann erreicht Ihr die Abbruchkante der Dorfstelle Berich. Während dieser Strecke habt ihr keine Grundsicht und an der tiefsten Stelle kann es dort 25m (bei Vollstau) tief sein! Also genau auf die Tiefe achten! An der Abbruchkante entlang tauchen. Jetzt erreicht Ihr die Klostermauer von der anderen Seite. In nördlicher Richtung ist die Klosterkirche, der Rückweg ist in nordwestlicher Richtung.

3. Zum ersten Brückenbogen

An der Eiche abtauchen in Richtung südsüdost die Böschung hinunter bis zum Ende der Böschung. An der Böschung jetzt nach Osten halten wieder etwas m höher tauchen, dann kann man mit Glück und Phantasie die Straße erkennen, an der Böschung liegt auch ein Ruderboot und die Reste (Baumstümpfe) einer alten Allee sind zu erkennen. Die Böschung bzw. die Straße macht dann eine Kurve nach Süden, dieser folgen. Nach einiger Zeit habt ihr dann den 1. Bogen der Brücke erreicht. Von dort könnt Ihr auf der Straße zurück und an der Böschung zum Ausgangspunkt zurück.

4. Zum 1. Brückenbogen, dann zur Klostermauer und zurück

An der Eiche abtauchen in Richtung südsüdost die Böschung hinunter bis zum Ende der Böschung. An der Böschung jetzt nach Osten halten wieder etwas höher tauchen, dann kann man mit Glück und Phantasie die Straße erkennen, an der Böschung liegt auch ein Ruderboot und die Reste (Baumstümpfe) einer alten Allee sind zu erkennen. Die Böschung bzw. die Straße macht dann eine Kurve nach Süden, dieser folgen. Nach einiger Zeit habt ihr dann den 1. Bogen der Brücke erreicht. Von dort könnt Ihr auf der Straße zurück und an der Böschung zum Ausgangspunkt zurück. Von dort könnt Ihr auf der Straße zurück und dann mit nordöstlicher Richtung zur Klostermauer, an der Böschung dann bis auf 12m höher tauchen, dann seid Ihr an der Klostermauer. nach dem verlassen der Klostermauer auf die Dekostufe auftauchen und mit Peilung Westen zum Ausgangspunkt zurück.

5. Brücke komplett

An der Eiche abtauchen in Richtung südsüdost die Böschung hinunter bis zum Ende der Böschung. An der Böschung jetzt nach Osten halten und wieder etwas höher tauchen, dann kann man mit Glück und Phantasie die Straße erkennen, an der Böschung liegt auch ein Ruderboot und die Reste (Baumstümpfe) einer alten Allee sind zu erkennen. Die Böschung bzw. die Straße macht dann eine Kurve nach Süden, dieser folgen. Nach einiger Zeit habt ihr dann den 1. Bogen der Brücke erreicht. Mit Peilung Süden von der Mitte des ersten Bogens wegtauchen, dann wird nach einiger Zeit das erste Widerlager erreicht, nach einer weiteren Zeit das zweite Widerlager, weiter mit Kurs Süd kommt ihr an den 2. Bogen der dann betaucht werden kann. Mit Gegenpeilung geht es dann zurück zum 2. und 1. Widerlager und zum 1.Bogen. Von dort könnt Ihr auf der Straße zurück und an der Böschung zum Ausgangspunkt zurück. Achtung bei diesem Tauchgang habt ihr bei Vollstau mit Sicherheit mit einer Dekostufe zu rechen!!! Ein Auftauchen unterwegs ist unter Umständen lebensgefährlich, da ihr außerhalb der Tauchzone seid und mit Bootsverkehr (weiße Flotte) zu rechnen ist.

Das Tauchgebiet Sitte (Tauchzone 2)

Die Tauchzone erreicht man, indem man von der Tauchbasis Edersee in Richtung Sperrmauer fährt. Nach ca. 1 km liegt auf der linken Seite ein Parkplatz. Geht man hier über die Straße erreicht man über eine Treppe die Sitte. Die Tauchzone ist durch gelbe Bojen markiert und darf nicht verlassen werden. Bei Vollstau erreicht man bequem über eine Treppe das Wasser (März bis Juni/Juli). Taucht man rechts herum trifft man nach wenigen Metern auf ein Geröllfeld aus quaderförmigen Steinen. Zusätzlich sind im Flachwasserbereich Bäume und Sträucher, in denen sich häufig kleinere Schwarmfische (z.B. Rotfedern) und Aale aufhalten. Hier stehen auch sehr häufig kapitale Hechte! In Richtung Süden fällt der terrassenförmige Hang bis auf 36m ab (immer auf Vollstau bezogen). Taucht man links vom Einstieg, findet man auf ca. 30 m zwei alte Boote.

Rutsche:
Fährt man von der Sitte weiter in Richtung Sperrmauer kommt nach etwa 300 m auf der rechten Seite eine Parkbucht. Hier erreicht man über eine Treppe die Rutsche. Direkt am Einstieg führt eine Kiesfläche (alte Kiesrutsche) in das Tauchgebiet. Auf der linken Seite stehen Bäume und Sträucher im Wasser. Taucht man rechts herum, kommt man zu den beiden Booten, die auf 30 m liegen. Taucht man links herum, kommt man zu einem geraden, sehr schroffen Steinhang, der bis auf ca. 30 m abfällt. Hier findet man zum Teil alte Ölfässer und alte Bäume, die häufiger Aufenthaltsort von Fischen sind. Vorsicht, hier kann es schnell passieren, daß man ausserhalb der Tauchzone gerät!

In dieser Tauchzone ist mehr Leben, im Flachwasserbereich stehen oft viele Hechte und Barsche. Hier ist die Möglichkeit am Grössten, alle Bewohner des Edersees zu sehen. Das macht einen Reiz dieser Tauchzone aus. Ein weiterer Vorteil ist die Sicht, die in der Regel besser ist als in der Tauchzone 1 (Berich). Die Parkmöglichkeiten hier sind ausreichend.

Text: © Tauchbasis Edersee

Wir bedanken uns bei den Sporfreunden der Tauchbasis Edersee für die freundliche Genehmigung, ihre Tauchplatzbeschreibung hier verwenden zu dürfen! Auf der Homepage der Tauchbasis findest du auch noch weitere Informationen zur Geschichte der Edertalsperre.

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Möhnesee

Die Region um den Möhnesee, das ist Natur, Entspannung und Aktivität. Das Westfälische Meer ist die flächenmäßig größte Talsperre im Sauerland mit 40 Kilometer Uferlänge, die einladen zum Sonnenbaden, Wandern, Rad fahren und Wassersportaktivitäten aller Art. Die Landschaft um den See ist zu jeder Jahreszeit reizvoll. Im Frühling, wenn die Natur erwacht, im Sommer, wenn der See eine willkommene Erfrischung bietet, im Herbst mit seinem prächtigen Farbenspiel und im Winter, wenn Nebelschwaden die Wasseroberfläche einhüllen. Das Landschaftsbild rund um den Möhnesee ist an Vielfalt kaum zu überbieten.

Im Stausee der Möhnetalsperre wurde nur ein begrenztes Tauchgebiet freigegeben, welches auch mit Bojen gekennzeichnet ist. Der Tauchplatz “Alter Steinbruch Delecke/Mühlenberg” befindet sich am Südufer des Möhnesees, westlich der Delecker Brücke und er wurde vom Ruhrverband an ProDive vermietet. Tauchgänge sind kostenpflichtig (siehe unten). Parkplätze stehen reichlich zur Verfügung, diese in der Zeit von 09:00 Uhr – 18:00 Uhr kostenpflichtig (Tageskarte 4,00 Euro). 2 Parkplätze sind gekennzeichnet durch Nummerschilder mit der Aufschrift PRODIVE, hier parken Kunden kostenlos.

Öffnungszeiten:

von März bis Oktober Samstags, Sonn- und Feiertags (NRW) von 09:30 Uhr – 18:30 Uhr

Der Tauchplatz:

  • Möglichkeit: eine kleine Bucht mit großen Steinen und einer kleinen Steilwand, Tiefe 8 – 15 Meter
  • Möglichkeit: durch die kleine Bucht an eine Steinbruchwand, die fast senkrecht abfällt, mit einem großen Baum auf ca. 15 Meter. Die maximale Tiefe an dieser Stelle beträgt ca. 28 Meter

Tauchgenehmigungen:

Es gibt 2 Möglichkeiten:

  • Tageskarte zum Preis von 5,50 Euro: erhältlich nur zu den Öffnungszeiten des Tauchplatzes direkt vor Ort
  • Zehnerkarte zum Preis von 50,00 Euro: Zehnerkarten gelten sowohl an den Wochenenden (Öffnungszeiten) wie auch innerhalb der Woche. Ein Taucher kann damit 10 TG machen, oder 10 Taucher 1 TG, oder irgendein Mix daraus. Besitzer einer Zehnerkarte müssen sich per SMS an- und abmelden.

PRO DIVE

Alexander Mechtold
Zum Fürstenberg 14
59469 Ense-Lüttringen
HOTLINE: 0 170 – 2 30 89 98
Telefon: 0 29 38 – 979 132

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Messinghausen – Der See im Berg

Dieser fast kreisrunde Steinbruchsee, welcher auch den Namen “See im Berg” trägt ist aufgrund seiner meist hervorragenden Sichtweiten ein sehr beliebter Tauchspot. So beliebt sogar, dass die Anzahl der Taucher pro Tag vom Betreiber limitiert werden musste. Tauchen ist also nur nach Voranmeldung möglich, unangemeldete Taucher über dem Tageslimit werden zurückgewiesen. Die Einstiegsgebühr liegt derzeit bei 20,- EUR, eine Füllstation für Pressluft, Nitrox und Trimix ist vorhanden.

Für den Einstig wird ein Schwimmponton genutzt, jedoch ist der Weg dorthin recht steil und beschwerlich. Fische und Pflanzen gibts eher wenig, aber deswegen fährt man auch nicht nach Messinghausen. Vielmehr machen hier die spektakulären Steilwände den besonderen Reiz aus – bei der meist traumhaft guten Sicht ein tolles Tauchgefühl. Nur im Bereich der alten Straße gehts etwas flacher abwärts. Ansonsten findet man ein kleines Häuschen, 2 versenkte Container, 2 durchtauchbare Betonröhren, einen Wohnwagen und 3 Übungs- und Dekoplattformen in verschiedenen Tiefen. Steinschlaggefährtete Bereiche sind mit Bojenleinen markiert, hier sollte man lieber nicht auftauchen…

Anfahrt: In Messinghausen (ca. 15km östlich von Brilon) auf die Diemelseestraße abbiegen und eine Brücke sowie den Bahnübergang passieren. 400 Meter hinter dem Gasthof Plett nach rechts auf den asphaltierten Feldweg abbiegen und bis zum Parkplatz durchfahren.

Betreiber:

Firma O. Hecht
Briloner Str. 28
34431 Marsberg-Helningshausen
Tel. (0 29 91) 98 08 87

Sporttaucher

Ab dem 01.Mai bis zum 30.November ist Samstags (ausschließlich! )der See anmeldefrei für Sportaucher mit mindestens 300 geloggten Tauchgängen geöffnet. Es wird bei der Anzahl der geloggten Tauchgänge KEIN Spielraum gewährt.

Die Tauchgänge müssen vor Ort ausgewiesen werden können.

Apnoetaucher haben sowohl Samstags als auch Sonntags die Möglichkeit im See zu Tauchen

Technische Taucher (ab Advanced Nitrox oder Äquivalent)

Brevetierte Technische Taucher der anerkannten Verbände (IANTD, TDI, ANDI, GUE, ISE) können im Zeitraum 01.Mai bis 30.November anmeldefrei am Samstag und am Sonntag den See als Gasttaucher benutzen. Die Brevetierung muss vor Ort nachgewiesen werden. Es darf nur im Rahmen der Brevetierung getaucht werden, dass gilt auch für Kreislaufgeräte.

Taucher mit Brevets der übrigen Verbände haben ebenfalls die Möglichkeit im See zu tauchen, müssen aber einmalig vor Ort einen Checkdive durchführen (30,00€)

Für den Checkdive bitte vorher eine Anfrage per Email senden. info@scapehander.de

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TAUCHPLÄTZE IM KREIDESEE

Der Kreidesee ist eine ehemalige Tagebaugrube mit einem recht grossen Wasserkörper und vergleichsweise schmalen Uferbereichen, die von Sporttauchern im Rahmen ihrer Limits betaucht werden können. Flache und abfallende Bereiche wechseln sich ab mit mehrstufigen Hängen und Steilwänden, die bis unter 45m abfallen können. Neben dem Kulttauchziel “Rüttler” gibt es etliche ebenso schöne wie unterschiedliche Tauchplätze, mit denen man sich im Vorfeld schon mal beschäftigen sollte, um eine Vorauswahl zu treffen.
Diese Übersicht beruht auf persönlichen Erfahrungen und kann zur Tauchgangsplanung immer nur beratend hinzugezogen werden. Sie ersetzt weder eine eigene Planung noch einen ortskundigen Tauchguide! Für die Richtigkeit der Angaben gebe ich keine Gewähr. Die Tiefenangaben betreffen SÜSSWASSER und sind nicht mit entsprechenden Tiefen im Salzwasser vergleichbar. Habe Respekt vor diesem See und geh nicht weiter, wenn Du merkst, dass Du Deine Grenzen erreicht hast. Wenn EIN Mittaucher überfordert ist, wird ein verantwortungsbewußter Gruppenführer den Tauchgang entsprechend entschärfen!

EINSTIEG 1: FLINTSTEINSTRASSE

Tauchgang 1: “Durch den kleinen Wald” 10 – 15m

Die frühere Werksstrasse, an der man sein Auto geparkt hat, führt im Wasser weiter, letztenendes läuft sie auf den Rüttler zu, über dem man an der Oberfläche einen Ponton und 2 grosse rote Bojen ausmachen kann. Soweit wollen wir aber gar nicht. An diesem Einstieg kann man ganz bequem ins Wasser laufen, sich im Stehen die Flossen anziehen und statt einem Sprung ins Ungewisse einfach im Stehen die Knie anziehen, sich langmachen und lostauchen. Vorsicht, Forellen von links! Links der Strasse geht’s auf ein kleines Plateau mit 3 bis 4 Meter Wassertiefe. Bei guter Sicht kann man bereits von der Strasse aus die Abbruchkante sehen, an der es dann recht flott auf Tiefe geht. Begnügen wir uns heute mal mit einem Blick ins Blauwasser und drehen nach rechts ab. Das Plateau wird Richtung Rüttler begrenzt durch einen Buckel, der bis auf etwa 10m abfällt und dann wieder in die Stufe übergeht, auf der die Strasse weiter hinunterführt. Man kann jetzt weiter oberhalb der Kante längstauchen, kommt an der Übungsplattform auf 12m vorbei und biegt bei dem Vorfahrtsschild auf 15m nach rechts ab. Dort überquert man die Strasse oder taucht auf ihr wieder Richtung Einstieg 1. Ansehen sollte man sich hier die Baumgruppe mit den grösseren Steinbrocken am Fuss, weiter geht’s dann durch den kleinen Wald an der Uferseite der Strasse.
Vorsicht, nicht mit den Schläuchen hängenbleiben und bitte schwimm wieder raus aus dem Wald, wenn Dein Kontrollblick nach hinten eine Staubwolke zeigt, die vorher nicht da war. Und wenn Du einen Ast in der Hand spürst, an dem Du Dich gerade festhältst, mögest Du Dich erinnern, dass diese Bäume nie mehr wachsen werden und kein abgebrochener Zweig wieder ausschlägt.
Die 10m-Variante ist zum Beispiel was für Warmduscher im Juli, wenn die Sprungschicht bei 10,5m liegt und es darüber 18 Grad warm ist… ;-)
In diesem Fall biegt man direkt hinter dem kleinen Buckel auf 10m nach rechts ab und guckt sich Deutschlands wohl bekanntesten VW Polo Fox an, der dort wieder auf der Strasse steht, nachdem ihn im Sommer 2000 ein paar selbsternannte Scherzbolde mal kurz über die Kante gewuppt hatten, wo er einen Sättigungstauchgang auf 47m hingelegt hat. Jetzt hat er noch ein paar Beulen mehr, aber immerhin, er ist wieder da und die Kreideseetaucher lieben ihn noch mehr.
Vom Polo aus kann man wieder uferseitig in den Wald schwimmen oder sich ganz gemächlich auf der Strasse längs Richtung Einstieg 1 treiben lassen. Auf 6m kommt man nochmal an einer Übungsplattform vorbei und gelegentlich kriegt man in diesem Bereich ausser den fast handzahmen Forellen und Barschen noch ein Kreidesee-Special geboten: Wenn’s unter einem Haufen von 5 bis 6 Flaschen und 1 bis 2 Scootern blubbert, wird’s wohl ein Tekkie auf Deko sein. Wenn’s nicht blubbert und da nur die eine oder andere Flasche rumliegt, lass sie lieber liegen: Es könnte eine Dekoflasche sein, die jemand dort deponiert hat.

Tauchgang 2: “kleine Betonbombe” 23m

Einstieg: Flintsteinstraße. Auf der Straße bis zum weißen Polo auf 10m, dort links Richtung Steilhang, an der Kante längs, am Vorfahrtsschild vorbei Richtung Betonbombe. Dieses Schüttsilo steht auf 23m wenige Meter neben der Kante, also auf den Tiefenmesser achten. Die Betombombe selbst ist bestimmt keine Schönheit, aber nach diesem ersten etwas tieferen Ausflug, bei dem man vielleicht auch schon mal über die Kante rausgeschwommen und an der Wand langgetaucht ist, kann man einen schönen Rückweg im 10 – 5 Meter – Bereich anschliessen, der am Einstieg 2 vorbei wieder zu der Baumgruppe und wahlweise durch den Wald oder über die Strasse zurückführt.
Natürlich kann man auch variieren und am Einstieg 2 rausgehen, soo weit ist es zum Einstieg 1 nicht, das kann man gut laufen.

Tauchgang 3: “große Betonbombe” 43m

Vom Einstieg 1 schwimmst Du um die kleine Sandbank herum zu der grossen roten Boje, die direkt an der Betonbombe festgemacht ist. Nimm eine Kompasspeilung Richtung Ufer, damit Du eine Orientierung hast, falls Du beim Abstieg den Kontakt zur Leine verlierst. VORSICHT! Du hast hier über 40m horizontalen Abstieg vor Dir und solltest Dir sicher sein, dass die ganze Gruppe und die gesamte Technik fit ist. Zur Seemitte hin fällt der Grund nochmal weiter ab. Hier wird es deutlich tiefer als 45 m und ist daher für genehmigte technische Tauchgänge vorbehalten.
Von hier konnte man bisher nur Richtung Süden ( Wand an der rechten Schulter ) langsam höher tauchen, um dann den Tauchgang oberhalb der Kante auf der Strasse fortzusetzen. Das ist immer noch eine gute Empfehlung. Was jedoch neu ist: Nachdem das Sperrgebiet im Dezember 2000 verkleinert worden ist, kann man auch Richtung Norden tauchen. Hier gibt es aber überhaupt noch keine Empfehlungen! Die Verkleinerung des Sperrgebiets sehe ich persönlich mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Sicher bedeuten neue Tauchplätze auch eine Entlastung der bisherigen und genauso sicher gibt es auch hier wieder Spots, die einmalig sind im Kreidesee, aber gleichzeitig hoffe ich doch, dass die Steilwand, an der man erstmal lang muss, wenigstens die schlimmsten Schlammfräsen so erschreckt, dass sie die Flossen von diesem jungfräulichen Revier lassen.

Tauchgang 4: altes Sperrgebiet, 25m

Das freut den Kreideseetaucher: Seit Ende 2000 sind ¾ des ehemaligen Sperrgebiets zum Tauchen freigegeben. Nachdem nämlich die Fischzuchtanlage in Richtung Einstieg 5 umgezogen ist, konnte ein grosser Teil des zum Campingplatz hin gelegenen Ufers freigegeben werden.
Vom Einstieg 1 aus geht es erstmal über die Kante bis auf 15m, alsdann linksrum an der Steilwand längs. Die Wand geht in eine Hang-Landschaft über, auf 18m sieht man noch ein verlorengegangenes Netz von der alten Fischzucht liegen. Es folgt eine Canyon-Landschaft, die so für den Kreidesee sehr ungewöhnlich ist. Da ich selbst diesen Platz bisher nur mit einem 50er Nitrox betaucht habe, kann ich nicht sagen, wie’s unterhalb 25m aussieht, verspricht aber interessant zu werden. Der Rückweg sollte sich im 10-5m-Bereich abspielen. Dort gibt es recht interessante Einbuchtungen sowie eine Steilwand, die man in dieser Landschaft nun gar nicht vermuten würde.
Der Platz hat normalerweise recht gute Sichtweiten, ist aber nix für Tariergenies, die an der Steilwand zu Beginn des TG nicht klarkommen.

EINSTIEG 2

Tauchgang 5: Rüttlerdach, 20m

Einstieg 2 liegt etwa auf halbem Weg zwischen Einstieg 1 und Rüttler. Wenn Du hier abtauchst, findest Du in 12m Tiefe die Strasse wieder und kannst entweder den Bereich Strasse/Polo oder den weiter abfallenden Bereich zum Rüttler hin erkunden.
Keine gute Idee ist es, langsam der Strasse folgend zum Rüttlerfuss auf 30 Meter abzutauchen. Da liegt doch eine ganz ordentliche Strecke vor Dir und wenn Du dann am Rüttler ankommst, hast Du fast keine Nullzeit mehr, dafür haben die mittelschnellen Gewebe Deines Körpers aber soviel Stickstoff aufgesättigt, dass Dein Computer Dir die nächsten Tauchgänge merklich kürzen wird. Also tauch lieber an der Uferkante lang. Bleib auf 20 Meter, und Du wirst direkt an der Rüttlerbrücke ankommen.
Rüttlerskizzen gibt es in der Anmeldung am See. Lass Dir den Rüttler ruhig erstmal persönlich erklären, wenn Du dort Deinen ersten Tauchgang planst.
Dies ist eine gute Gelegenheit, Dir den Rüttler mal von oben anzusehen. Geh diesmal noch nicht tiefer, die nächste Stufe ist auf 30m, und das müssen wir nach dem langen Anflug nicht haben! Spätestens jetzt musst Du Dich entscheiden, ob Du zurück im Flachbereich an der Steilwand lang tauchen willst oder ob Du vielleicht noch einen kleinen Abstecher in die andere Richtung machen und dann am Einstieg 3 rausgehen willst. Manchmal hängt’s auch mit dem Luftvorrat zusammen…

EINSTIEG 3: RÜTTLER

Tauchgang 6: “Rüttlerdach von Einstieg 3 aus” 20m

Vom Einstieg geht’s einen ziemlich steilen Hang runter bis man auf 20m an eine Kante kommt. Dieser folgt man ein paar Meter nach links und findet wieder die Rüttlerbrücke vor. Entsprechend kann man nach Besichtigung der Rüttlerbrücke wahlweise nach rechts oder links tauchen. Rechtsrum kann man bis zum Einstieg 1 durchtauchen, das gibt ein schönes, ansteigendes Tauchprofil ab. Allerdings gibt’s dann einen kleinen Fussmarsch zum Auto, das am Einstieg 3 geparkt ist.
Oder man taucht vom Rüttler aus mit der Wand an der rechten Schulter Richtung Einstieg 4. Im 20m-Bereich taucht man auf einer Stufe lang. Umkehrpunkt wird etwa der blaue Toyota sein, der dort seinen vorläufig letzten Frieden gefunden hat. Wenn man noch ein paar Meter weitertaucht, schwebt man plötzlich vor einem Lübecker Ortsschild. Muss wohl dieses Schild gewesen sein, das eine Fernsehmoderatorin vor Jahren dazu beflügelt hat, ihren Einschaltquoten-Opfern was von versunkenen Dörfern im Kreidesee vorzuphantasieren. Kehren wir also besser um, bevor uns der Strudel erwischt, der immer wieder Taucher in den alten Gulli auf dem versunkenen Dorfplatz und damit in den sicheren Tod reisst und schwimmen wir ganz genüsslich im 5-10-Meter-Bereich an den Maschendrahtnetzen zurück, die dereinst die Kreide-LKWs auf der Stufe darunter vor Steinschlag geschützt haben. Auch hier gilt: Bitte nix anfassen.

Tauchgang 7: “Rüttler komplett” 32m

Wie wir zum Rüttlerdach kommen, wissen wir ja inzwischen. Wer einen Freiwasserabstieg entlang einer Kette bevorzugt, kann auch am Ponton abtauchen und kommt dann direkt auf der Rüttlerbrücke an. Eine Skizze haben wir uns angesehen und die Sicht ist gut – ansonsten sollte man lieber im 20m-Bereich bleiben, einen netten flachen Tauchgang machen und die Nerven schonen. Am Rüttler geht’s nämlich glatt an der Wand runter auf 30m, und ich hab schon genug Leute gesehen, die vor ihrem ersten Tauchgang am Rüttler meinten, sie könnten tarieren, würden keinen Tiefenrausch bekommen und ihre Lungenautomaten wären die echten Bringer, zwar ein bisschen alt, aber auf 300 Tauchgängen noch nix mit gehabt… Und dann: “Herzlich Willkommen am Rüttler”… Plötzlich ist da bei schlechter Sicht eine Betondecke über Dir, die vorher nicht da war, dann fällst Du mangels Tarierung durch ein Loch im Boden, siehst plötzlich Gitter vor Dir, ohne eine Ahnung zu haben, ob Du nun drin bist oder draussen und der Stickstoffpartialdruck zeigt plötzlich seine subjektiven Seiten…
Lass Dir ein bisschen Zeit mit dem Gebäude, guck Dich immer mal wieder um, um Dich zu orientieren und wenn Dir unwohl ist, schwimm wieder rauf zur Brücke. Die ist maximal 10 Meter über Dir und hier kannst Du Dich auf einer sicheren Tiefe auch mal ein bisschen am Geländer festhalten.
Der Rüttler (den Hemmoorern besser als Schubscheider bekannt) diente früher dazu, die abgetragene Kreide vom groben Flintstein zu befreien, bevor sie die Grube verliess und weiterverarbeitet wurde. Die LKWs sind also rückwärts auf die Brücke gefahren, die Ufer und Rüttler verbindet und haben die Kreide zum Rütteln in den Trichter abgekippt. Durch diesen Trichter kannst Du Dich fallenlassen. Lass den Inflator in der Hand, sonst fällst Du gleich durch das nächste, längliche Loch im Boden und findest Dich dann in dem kleinen, nach oben offenen Keller des Rüttlers auf 32m wieder. Du kannst immer frei nach vorne raustauchen, es sei denn, Du tauchst in die Luft(-methan-)blase unterhalb der Schütte, dann hast Du ein Betondreieck über Dir und musst erst ein Stück wieder runter, bevor Du rauskannst.
Die Gänge, die vom Rüttler zur Meisterbude gehen, sind vergittert. Da soll man also offensichtlich nicht reintauchen. Taucher mit Brecheisen, die beim “Rüttlerknacken” erwischt werden, haben mit heftigen Tauchverboten zu rechnen, und die Rechnung für das Tauchunternehmen, das die Gänge wieder verschliesst, dürfte in jedem Fall fünfstellig ausfallen.
Natürlich kann man auch an einer der Seitenwände runtertauchen, von vorn in den Rüttler reinsehen und eine Runde um das Gebäude tauchen, wobei man unterhalb der Brücke noch die eine oder andere Entdeckung machen kann.
Vor dem Rüttler gibt es rechts ein kleines vergittertes Loch in der Erde, durch das man in einen der Gänge sehen kann. Das Seil, das hier befestigt ist, führt zu einer der roten Bojen vorm Ponton. Man kann es also gut für den Ausstieg verwendet, falls irgendwas sein sollte. Links gibt es ebenfalls solch ein Seil zur zweiten Boje, das an einem Führseil festgemacht ist. Das Führseil verbindet den Rüttler und die Meisterbude.
Den Rückweg schenk ich mir mal. Wenn Du hier tauchen gehst, solltest Du das selbst hinkriegen, gell? Aber ein Tip noch: Guck öfter mal auf den Computer. Du bist wahrscheinlich tiefer als Du denkst!

Tauchgang 8: “Meisterbude” 34m

10 bis 12m schräg rechts vor dem Rüttler geht eine etwa 3m hohe Betonwand abwärts zu einem kleinen Plateau. Unterirdisch hinter dieser Wand liegen die Meisterbude und die Gänge. Beides ist natürlich auch von dieser Seite vergittert, sodass hier auser den Fischen nur noch Taucherblicke und Lampenkegel Zutritt haben.
Guck noch öfter auf den Computer, wahrscheinlich bist Du hier schon mit gerade mal eben 8min. Nullzeit angekommen ( mit Nitrox EAN32: 18min….), und es gibt noch Einiges zu sehen. Zum Beispiel das grosse Rohr mit dem Schieber, die Rinne, die zur Kante führt, die Kante selbst…

Tauchgang 9: “Holztreppen” 45m

Der “Platz” vor der Meisterbude ist ein kleines, in sich angeschlossenes Plateau. Taucht man von hier mit der Wand an der rechten Schulter auf 40m ab, sieht man nach einigen Metern unter sich eine der Holztreppen an der Wand hängen. Der Abstecher dorthin sollte kurz gehalten werden, wenn man denn in der Nullzeit bleiben oder zumindest nicht nachhaltig dekopflichtig werden will. Die andere Holztreppe, die hier jenseits 50m liegt, ist Trimixtauchern vorbehalten.

EINSTIEG 4: BUCHT

Tauchgang 10: “Wohnwagen, PKW” 25m

Der Wohnwagen liegt unter der gelben Boje auf etwa 80 Grad. Wer nicht rüberschwimmen und dann abtauchen will, folgt dem Kompasskurs. Es gibt eine Kante, auf ca. 18m (da Du hoffentlich Deinen Tiefenmesser nicht als Kartoffelhäufler benutzt, wirst Du 15m auf dem Tiefenmesser haben), hinter der es auf 22 bis 25m runtergeht. Peile mit dem Kompass leicht rechts neben die Boje, dann kannst Du an der Kante nach links tauchen, Dir nach ein paar Metern den Veteranen der mobilen Wohn- und Erlebniswelt ansehen und anschliessend entlang der Kante Richtung Einstieg 3 weitertauchen. Je nach Sichtverhältnissen kann es ein wunderschönes Raumgefühl abgeben, in der Mitte der Ebene auf etwa 15m dahinzutauchen. Oft kann man die uferseitige und die seeseitige Kante gleichzeitig sehen.
Wenn man hier an einem Lübecker Ortsschild ankommt, ahnt man schon, dass da gleich ein Grossraumparkplatz mit einem verwaisten blauen Toyota kommt und freut sich schon auf die kleine Steilwand mit den Netzen und darauf, dass man am Einstieg 3 rausgehen kann und nicht den ganzen Weg von 4 nach 3 zurücklaufen muss. Der Haken an Einstieg 4 ist nämlich, dass man nur bis Einstieg 3 mit dem Auto fahren kann und dann einen kleinen Spaziergang vor sich hat. Bereut hat das aber noch niemand.

Tauchgang 11: “Abbruchkante” 38m

Diese Kante führt quer durch den See und lohnt sich besonders, da die Kreide hier kaum mit Muscheln und Algen bewachsen ist. Der Tauchgang hat eine Tendenz zum Rechteckprofil, wer einen Nitroxschein hat, hat also mehr davon.
An der Wohnwagenboje abtauchen, 0 Grad peilen. Man stösst auf eine Steilwand, der man nach links folgt. Die Fläche über der Kante ist hier relativ breit und immer noch nahe 30m tief, also rechtzeitig im rechten Winkel zu der Kante abbiegen und in den 15-20m-Bereich zurück, dort nach rechts Richtung PKW und Einstieg 3. Sollte die Luft zu knapp werden, am Einstieg 4 austauchen. Hier wird extrem wenig getaucht, da der Platz nahezu unbekannt ist und im Gegensatz zu den meisten anderen Plätzen im See ziemlich weit vom Ufer weg liegt, also einen unvorhergesehenen Aufstieg zum Freiwasseraufstieg macht.

Tauchgang 12: “Die lange Kante” 22m

Am Einstieg 4 geht’s rein, eventuell ein kurzer Abstecher zum Wohnwagen, dann im 20m-Bereich rechtsrum, unterhalb oder oberhalb der algenbewachsenen Fläche an der Kante lang. Das kann auch mit einer Zehner ein Tauchgang von deutlich über 1 Stunde werden, denn wenn Du zurückkommst, wirst Du wahrscheinlich über der “Wiese” auf 5-6m zurückschweben und kaum noch Luft brauchen. Lass Dir Zeit und tauch mit den Saiblingen, die hier gern patrouillieren. Wahrscheinlich wirst Du am Einstieg 4 wieder rauswollen. Das ist auch gut für die Kondition…jetzt musst Du nämlich zur “Dreier” zurücklaufen. Lohnt sich aber!

EINSTIEG 5: AN DER BUNDESSTRASSE

Tauchgang 13: “Steilwand” 20m

Vom Einstieg 5 aus tauchst Du mit dem Hang an der linken Schulter langsam in den 18m-Bereich ab. Tiefer brauchst Du diesmal nicht, neben Dir wächst nämlich die Wand förmlich aus dem Hang heraus. Besonders markant ist die “Ecke” in der Wand. Sie knickt hier abrupt um 90 Grad ab. Würde man geradeaus weiterschwimmen, käme man (Stunden später…) auf der anderen Seeseite an, also folgt man lieber der Wand, um sich die kleinen bis mittelgrossen Höhlen, Vorsprünge und Flintsteineinlagerungen anzusehen, die die Bagger hier freigelegt haben.
Auf 20m geht die Steilwand – die ihren Namen übrigens verdient hat – in eine Halde über. Diese endet auf 40m in einer weiteren kleinen Steilwand. Am unteren Ende dieser Halde wurzeln die Baumriesen, die man sich auf einem weiteren Tauchgang ansehen sollte. Im Sommer stand mal eine Kundin im Laden und sagte, am Einstieg 1, das wäre der Frauenwald und am Einstieg 5 der Männerwald. Na denn…
Bei Erreichen des Umkehrdrucks sollte man in den Ultraflachbereich aufsteigen und ganz genüsslich nach Hause dümpeln. Zwischen 5m und 20m ist die Wand nämlich ziemlich ähnlich, oberhalb gibt’s noch einige nette Überraschungen, wie Blicke über die Kante in eine 30cm tiefe Flachwasserzone oder die Perspektiven in der kleinen Bucht unterhalb der Spundwand kurz vor Erreichen des Einstiegs.
Wenn man den Grund beim Abtauchen angesehen hat, wird man auf dem Rückweg im Anschluss an eine 5m-Ministeilwand die ersten Betonplatten wiedererkennen und beim Blick nach oben den Ponton entdecken. Viel weiter sollte man auch nicht tauchen, dann fängt nämlich das Sperrgebiet an, in dem ausserdem die Angler ihren abscheulichen Verbrechen nachgehen dürfen…

Tauchgang 14: “Wald” 30-40m

Vom Einstieg 5 aus schwimmt man am besten erstmal quer durch die kleine Bucht unterhalb der Spundwand. Wenn man am anderen Ende an der Steilwand abtaucht und mit der Wand an der linken Schulter auf 30 bis 40m taucht, hat man genau das vor sich, was man sich unter “versunkenen Wäldern” vorstellt: Baumriesen, die unberührt, mit Algenfäden behangen zwar ertrunken sind, sich aber wortlos weigern, wirklich zu sterben. DON’T TOUCH!! Zurück geht’s an der Steilwand zum Einstieg 5.

Tauchgang 15: “Kabeltrommel mit Landschaft” 30-40m

Wenn man am Einstieg 5 dem “Hohlweg” folgt, der direkt unterhalb des Pontons beginnt, stösst man auf 30m auf eine Kabeltrommel mit ca. 2m Durchmesser. Hier ragen einige abfallende Flächen mit mehr oder minder ausgeprägten Kanten recht weit in den See hinein. Der Landschaftsaufbau ist zunächst etwas verwirrend, man sollte vor dem Abtauchen zur Abwechslung mal wieder auf den Kompass gucken und den Umkehrkurs einstellen…
Folgt man zwischen 30 und 40m der Tiefenlinie und reduziert langsam auf 25m, gelangt man wieder an die Uferkante. Allerdings hat man zwischendurch plötzlich einen Canyon vor sich, wo man das Ufer vermutete. Quert man diesen, sollte man das Ufer an der linken Seite haben (wenn nicht, taucht man gerade ins Sperrgebiet…). Und schwuppdiwupp sind wir wieder an der Steilwand und gucken uns zur Abwechslung hinter der Ecke mal die grosse Höhle auf 12m und ein paar Flossenschläge weiter die kleine Höhle an, in der früher der Hemmoorer 7 Meter-Zwerg gelebt hat.

Was is’n das für eine Boje da vor dem Einstieg 5???

Da hat neulich die 6-Uhr-Fähre vom Rüttler zur Fischzucht im Morgennebel ein kleine Kajütboot versenkt, das jetzt auf 27m liegt. Shit happens. Rechts daneben, ein paar Meter tiefer, steht die Kabeltrommel aus TG 15.

Mit freundlicher Genehmigung von DIVE-STATION HEMMOOR
weitere Informationen zum tauchen in Hemmoor findet Ihr auch auf der Homepage, wichtig sind die Regeln zur Ausrüstung in Hemmoor!!!!!!!

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